Cartagena – Kolumbianischer Mix aus Historie und Moderne

Die Hafenstadt Cartagena mit mehr als einer Million Einwohnern ist der einzige Hafen in Südamerika, den wir anlaufen.

Geradezu atemberaubend und verblüffend ist der erste Eindruck, den man von der Stadt gewinnt, wenn das Schiff sich nähert: eine tolle Skyline, die sich hinter keiner amerikanischen Stadt verstecken muss!

Als Ausflug haben wir uns einen 4-stündigen Rundgang durch die historische Altstadt ausgesucht. Wir wurden dabei in die spanische Vergangenheit zurückgeführt, was man auch gut an den vielen hölzernen Balkonen sehen kann, die die Strassen säumen.

Die alten Baumeister wussten was sie taten. Die Straßen sind so angelegt, dass immer ein leichter Luftzug zu spüren ist. Bei 32 Grad Lufttemperatur und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit sehr erfrischend!

Viele Paläste, viele Kirchen und viele schöne gut gepflegte Häuser zeigen eine Metropole, die als wichtigster Hafen der Spanier in Südamerika den Reichtum und die Bedeutung widerspiegeln.

Der Hafen von Cartagena ist gut geschützt von mehreren Landzungen, auf denen Festungen errichtet wurden. Direkt in der Hafeneinfahrt liegt das Wrack eines vor hunderten Jahren gesunkenen Silberschiffes. Der Wert der Ladung soll heute unermesslich hoch sein.

Cartagena heute ist geprägt von Tourismus, von der Bedeutung des großen Hafens und von der immer wichtiger werdenden Gasindustrie. Trotzdem liegt die echte Arbeitslosigkeit bei rund 40 Prozent. So müssen sich viele mit eigener Kreativität durchschlagen. Eigeninitiative ist gefragt – so verkaufen die Arbeitslosen gut gekühlte Coca-Cola, eiskaltes Wasser aus dem Supermarkt oder einheimische Früchte an die Touristen.

Viele Frauen lassen sich mit der einheimischen Tracht für ein paar Dollar mit den Touristen ablichten .

Kreativität beweisen auch die Künstler, die mit ein wenig Farbe und einfachsten Mitteln innerhalb von zwei Minuten auf einem postkartengrossen Spiegel ein Bild zaubern!

Vor einem schönen alten Gebäude an einem zentralen Platz befindet sich eine in den Boden eingelassene Bildergalerie mit den Fotos aller gewählten ‚Miss Kolumbien‘. Zwei von Ihnen sind sogar Miss Universum gewesen.

Besonders auffällig war der Kontrast zwischen der kolonialen Altstadt und dem durch viele Marine- und Militärstützpunkten nachfolgenden Bereich sowie der supermodernen Neustadt mit ihren Hochhäusern und Bankpalästen.

Die Hafenverwaltung hat für die Touristen an Bord der Kreuzfahrtschiffe direkt am Terminal einen wunderbaren tropischen Garten angelegt, in dem von Flamingos, bunten Aras bis hin zu heimischen Ameisenbären alles zu sehen war.

Da fällt es dann leichter, sich für einen schönen grünen kolumbianischen Smaragd zu entscheiden – als Andenken an einen unvergesslichen Tag.

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