Neuseeland – das Land der langen weißen Wolke (1)

Wir werden in Neuseeland 3 Tage hintereinander unterschiedliche Häfen anfahren. Deshalb werde ich auch 3 verschiedene Blogeinträge verfassen.

Neuseeland ist unbestritten das „schönste Ende der Welt“ – schon durch seine isolierte Lage. Die Maori nannten es „Land der langen weißen Wolke“, da sie einer Sage nach erst durch eine weiße Wolke auf die große Insel im Pazifischen Ozean aufmerksam wurden.

Durch die vielen Niederschläge gibt es in Neuseeland eine üppige Vegetation. Wegen der relativ späten Besiedelung und der geringen Bevölkerungsdichte ist die Umwelt noch weitgehend intakt.

Die Nordinsel, die wir anfahren, ist bekannt für ihre Vulkane und heißen Quellen.

Die Kartierung der Insel durch Captain Cook erfolgte erst 1769. Die Angst vor der einheimischen Bevölkerung – den Maori – veranlasste die Engländer mit Ihnen zu verhandeln und einen Vertrag abzuschließen (kommt in Teil 3).

Heute führt uns der Weg nach Tauranga. Es ist die größte Stadt der westlichen Bay of Plenty. Die Gegend um Tauranga verdankt ihre Entstehung den Überflutungen am Ende der letzten Eiszeit.

Die dem Meer zugewandte Seite wird von der Matakana-Insel geschützt. Wir legen in der Nähe des Mount Maunganui an.

Unsere heutige Exkursion wird uns in den Kiwi Wildlife Park, zum Lake Rotorua und nach Wai-O-Tapu zu den Geysiren führen.

Im Kiwi Wildlife Park befindet sich eine Aufzuchtstation für die bedrohte Vogelart der Kiwis. Das Fotografieren ist strengstens verboten, da es die Tiere stark irritiert. Die Kiwis werden nach der Aufzucht in der freien Natur ausgesetzt – allerdings sind die Überlebenschancen nur 65 Prozent.

Man kann hier ebenfalls seltene Vogelarten bewundern (in Neuseeland gibt es außer Fledermäusen keine einheimischen Säugetiere) und die größten Regenbogenforellen mit einem Gewicht bis zu 20 Kilogramm.

Weiter geht es zum Lake Rotorua. Ein Schaufelraddampfer fährt uns über den See. Leider ist das Wetter nicht so schön. Vom Schiff aus sieht man überall Geysire.

Wir genießen die Fahrt und bekommen einen Einblick in die Maoriwelt. Es gibt heute noch 33 Prozent Maori in der Bevölkerung, die sowohl ihre Sprache als auch ihre Kultur pflegen. Zur Abwehr und zur Begrüßung nutzen die Maori Tänze, um einerseits Ihre Gastfreundschaft andererseits aber auch zu zeigen, wer das Sagen hat.

Nun fahren wir zum Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Es ist benannt nach dem aktiven Lady-Knox-Geysir (das war die Tochter des damaligen Generalgouverneurs). Hier findet man jede Menge aktive Geysire, blubbernde Schlammlöcher und zischende Dampfspalten. Die Landschaft ist teilweise unwirklich und in den Wäldern etwas unheimlich.

Hinweisschilder wie ‚Achtung 100 Grad heiß‘ und ein untrüglicher Schwefelgestank zeigen und die unterschiedlichen Farben zeigen eine faszinierende Natur.

Interessant ist der sogenannte ‚Champagner-Pool‘, nach seinen schwefel- und ockerfarbenen Rändern benannt.

Und etwas verrückt ist der Roto Karikitea. Er ist befüllt mit dem austretenden Wasser des Champagner-Pools. Die hinzukommenden Mineralien aus dem Geysirbecken reflektieren das Sonnenlicht, sodass er Giftgrün erscheint.

Zurück in Tauranga gehen wir im angesagten Lattitude 37 essen – es regnet! Und wir sind nach einem langen Tag froh, wieder an Bord zu sein.

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