Wir lassen uns ein wenig treiben und lesen sehr viel. Inzwischen habe ich fast alle 15 Teesorten an Bord durchprobiert! Der Tee mit Verbene schmeckte sehr gesund 🤑, wird aber nicht mein Favorit.
Inzwischen hat auch die Vorstellungsveranstaltung der Crew stattgefunden. Und wie immer erntete der Koch mehr Beifall als der Kapitän. Unser Kapitän ist erst 42 Jahre alt und 6 Jahre auf dem Traumschiff mitgefahren. Ihr dürft selbst überlegen: Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Auf jeden Fall werden heute Entertainment-Qualitäten gefordert, die er absolut hat!
Sein Stellvertreter ist der Staff-Kapitän, der ebenfalls ein Kapitänspatent haben muss. Er hat behauptet, der Kapitän hätte nur 3 Aufgaben: anlegen, ablegen und sich dann hinlegen.
Noch ein bisschen unnützes Wissen gefällig? Die Ingenieure im Maschinenraum legen immer eine Knoblauchknolle neben die Maschinen, damit die bösen Geister vertrieben werden. Na dann, hoffen wir das Beste!

Umrahmt wurde die Vorstellung von einigen internationalen Künstlern.



Im Anschluss gingen wir in die Gröne Bar, unser Favorit. Hier spielen wunderbare Künstler Jazz und Blues – und zwar in einer Lautstärke, bei der man sich noch unterhalten kann. Die Sängerin hatte eine tolle samtige Stimme, und wir genossen die Musik.

Inzwischen gibt es wieder jede Menge Wellengang, aber wir wissen ja, dass die Atlantikwellen eher sanft und rollend sind, im Gegensatz zu denen des Mittelmeeres.

Heute fahren wir am Cap Finisterre (Galicien) vorbei. Früher galt es als das Kap am Ende der Welt, „Finis Terrae“. Über Tausende von Jahren glaubte man, dass sich jenseits davon nur Abgrund aus Wasser öffnete, in den jeden Abend die Sonne versank und durch den man zu einem nebligen Gebiet gelangte, das von Meeresungeheuern bewohnt war. Das Kap liegt 81 km entfernt von Santiago Di Compostella.
Für heute sage ich Ahoi und verabschiede mich mit den Worten des Kapitäns: „Ich wünsche euch immer eine Handbreit Whisky im Glas“.
