Nach einer Nacht mit abermals hohen Wellen, ist das Meer jetzt ruhig.

Der Vortrag über die Entdeckung Neuseelands war sehr interessant. Der holländische Entdecker Abel Tasman war der erste Europäer, der 1642 Neuseeland erreichte. Er befand sich auf einer Expedition auf der Suche nach einem vermuteten großen Südkontinent, von dem man annahm, dass er reich an Mineralien sein müsse. Während seiner Suche nach diesem Kontinent erblickte Tasman ein „großes, hoch gelegenes Land“ vor der Westküste der Südinsel – das heutige Neuseeland. Der erste Landgang endete blutig, denn die Maori wollten ihr Land nicht teilen und schon gar nicht aufgeben. So begann die Kolonisation der Europäer erst mit der Ankunft James Cooks. Auch Cooks erste Begegnung mit den Maoris war nicht sehr erfolgreich. Nach einer Auseinandersetzung beauftragte Cook einen polynesischen Priester um zwischen den Einheimischen und Ihnen zu vermitteln.

Doch Cook hatte noch mit ganz anderen Problemen zu kämpfen, nämlich dem Skorbut.
Fehlt dem Körper Vitamin C, dann zeigt er Mangelerscheinungen. Das fängt mit Zahnfleischbluten an und kann bis zum Tod führen.
James Cook kannte wahrscheinlich noch nicht das Vitamin C, aber er wusste, dass Sauerkraut – was man gut lagern konnte – gegen Skorbut half. Doch erst einmal hieß es, seine Mannschaft vom „Genuss“ dieser Nahrungsmittel zu überzeugen, die blieben nämlich lieber beim bekannten Schiffszwieback.
So ging der Kapitän mit gutem Beispiel voran und die Mannschaft musste folgen, ansonsten wurden sie ausgepeitscht! So gelang es James Cook, auf seinen langen Reisen, die Todesfälle aufgrund von Skorbut fast ganz zu beseitigen. Er verlor fast keinen aus seiner Mannschaft aufgrund dieser verbreiteten Seemanskrankheit und rettete dadurch vielen Matrosen das Leben.
Wir hatten gestern kein Sauerkraut, sondern tolles Essen und einen leckeren Nachtisch

Momentan sind wir noch am westlichsten Punkt des europäischen Festlandes. Das heißt Cabo da Roca. Er liegt an der Atlantikküste Portugals westlich von Lissabon auf einer Höhe von 140 Metern über dem Meeresspiegel.

Morgen gehen wir in Madeira an Land. Wir legen in Funchal an. Und auch dort gibt es eine kleine Story. Es gibt ein Fürstentum Pontinha auf etwa 178 Quadratmetern Grundfläche und es ist das kleinste Fürstentum der Welt.
Der aus Funchal stammende Kunstlehrer Renato Barros, der auch die portugiesische Staatsangehörigkeit besitzt, bezeichnet sich als Prinz Dom Renato Barros I., absoluter Herrscher über das Territorium, das er im Jahr 2000 für 25.000 Euro erwarb und 2007 zum souveränen Staat erklärte. Die Hoheitsrechte wurden in einem königlichen Brief Karls I. von Portugal aus dem Jahr 1903 dem Besitzer des Territoriums eingeräumt. Im gleichen Jahr hatte Karl I. das Gebiet an die wohlhabende Familie Blandy verkauft, um den Bau des Hafens mitzufinanzieren. Deren Erben hatten kein Interesse mehr an der ehemaligen Festung und verkauften sie an Barros.
