#Day 6: Madeira (2) – A Sleigh Ride with you

Madeira, eine autonome Region Portugal, ist eine Gruppe von 4 Inseln vor der Nordwestküste Afrikas. Sie ist besonders für den gleichnamigen Wein und das warme, subtropische Klima bekannt. Die Hauptinsel Madeira ist vulkanischen Ursprungs mit einer grünen, zerklüfteten Landschaft, hohen Steilfelsen, Steinstränden und Siedlungen im Delta des Fajã.

Na, wer kann es lesen? Madeira

Unsere Reiseleiterin erzählte, dass Funchal (von portugiesisch funcho ‚Fenchel‘) bedeutet „Ort, an dem Fenchel wächst“. Die Stadt erhielt ihren Namen, weil die Portugiesen bei der Entdeckung der Insel dort außerordentlich viel Fenchel vorfanden.

Funchal liegt in einer weitläufigen Bucht an der Südküste der Insel, nur wenige Kilometer vom internationalen Flughafen Madeiras entfernt. Wunderschöne Gässchen führen auf die Plätze der historischen Altstadt, die sich rund um einen geschützten natürlichen Hafen erstreckt und vor allem am Abend einen besonderen Zauber hat.

Die Häuser eines dieser Gässchen in der Altstadt wurden von einheimischen Künstlern bemalt. Hier sind inzwischen die besten Restaurants der Stadt.

Der unmittelbar über dem Hafen gelegene Santa Catarina Park ist mit seinen ausgedehnten Grünflächen und Spazierwegen ein beliebter Aufenthaltsort für alle, die sich in einer wunderschönen Umgebung mit herrlichen Aussichten ein bisschen erholen, mit den Kindern Ball spielen, spazieren gehen oder einfach nur auf einer Bank sitzen und ein Buch lesen oder beim Plätschern des Brunnens ihren Gedanken nachhängen wollen.

Mit einer Gesamtfläche von 36.000 Quadratmetern zwischen der Avenida do Infante und der Avenida Sá Carneiro, im westlichen Teil von Funchal, bietet Ihnen der Parque de Santa Catarina schön angelegte Blumenbeete, Grünflächen, ein Café, viele Schatten spendende Bäume, phantastische Aussichten auf die Bucht von Funchal und die umliegenden Hügel sowie einen kleinen zentralen See mit einer winzigen Insel, wo sich Schwäne und Enten aufhalten.

Mit der Seilbahn Funchal-Monte sind wir aus der Altstadt Funchals heraus bis zum Monte gefahren. Auf einer Gesamtlänge von 3.200 m haben wir 560 Höhenmeter überwunden. Und wir hatten Glück – einen Tag vorher war das Wetter Grau in Grau! Heute hatten wir klare Sicht und einen tollen Blick.

Und natürlich durfte auch eine Korbschlittenfahrt nicht fehlen. Früher war es natürlich alles andere als ein touristischer Jux, sich per Korbschlitten von Monte herab nach Funchal fahren zu lassen. Die „Carros de Cesto“ waren die ersten öffentlichen Verkehrsmittel auf Madeira seit Anfang des 19. Jahrhunderts und dann auch nur talwärts.

Erst als die Briten Ende des 19. Jahrhunderts kamen, wurde das 70 kg schwere altehrwürdige Gefährt „Toboggan“ – so nennen es die Engländer – zur einer touristischen Attraktion. 

Und ab geht die Fahrt: zwei weiß gekleidete Männer mit Strohüten, die „Carreiros“, schieben den Schlitten schwungvoll an oder bringen ihn auch mal an Seilen gezogen in Fahrt. Recht rasant geht es auf der abschüssigen Strasse, auch von Autos befahren, hinab. Ein Fuß bleibt auf der Kufe und mit dem anderen wird gelenkt oder beschleunigt. Während der Fahrt werden den Kufen eingefettete Lappen untergeschoben, damit man auf der Asphaltstrasse den richtigen Schwung erreicht um ins Tal zu rasen. Die Querstraßen werden von anderen ‚Carreiros‘ abgesperrt und der Autoverkehr gestoppt. Im Gegensatz zu früher werden die Korbschlitten nicht mehr hochgeschleppt, sondern mit dem Auto wieder nach oben gefahren. Es ist und bleibt ein tolles Erlebnis.

Miradouro do Pico dos Barcelos.

Da wir keine Wartezeit bei der Korbschlittenfahrt hatten, blieb noch Zeit für den Aussichtspunkt Miradouro do Pico dos Barcelos.
Er liegt in circa 350 Meter Höhe und bietet einen 360°-Blick. Deshalb ist er auch bei Einheimischen sehr beliebt, um Fotos für Taufen, Hochzeiten und andere festliche Gelegenheiten zu machen.

Miradouro do Pico dos Barcelos.
Miradouro do Pico dos Barcelos.

Und natürlich musste wir Poncha probieren. Poncha ist bei den Einwohnern unter den Madeira Getränken noch beliebter als Madeira-Wein. Er besteht aus madeirischen Brand aus Zuckerrohrsaft, Bienenhonig und einheimischen Orangen und/oder Zitronen in einem wechselnden Mischungsverhältnis von etwa einem Drittel. Wie ihr meinem Gesixht entnehmen könnt, war es nicht ganz mein Geschmack.

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