Sowohl St. Kitts als auch die Schwesterinsel Nevis werden als die Mutter der Karibik bezeichnet, da von hier aus viele Inseln besiedelt wurden.

Wir fuhren zu einem Herrenhaus einer ehemaligen Zuckerrohrplantage mit einem botanischen Garten, dem Fairview Great House. Es liegt am Fuße des Olivees Mountain. Man konnte sehen, wie die Bewohner früher gelebt haben und erfuhr auch einiges über die Sklaverei auf St. Kitts. Der Blick war überwältigend von hier oben.




Unser Coach Yay Yay fuhr uns weiter zu Romnay Manor mit einer beachtlichen Geschichte. Vor der Kolonialisierung der Insel soll hier der Kariben-Indianerhäuptling Tegreman gelebt haben. Petroglyphen auf dem Gelände zeugen von der Anwesenheit der Indianer.

Es ist kein prächtiges Plantagenhaus, sondern eher bescheiden und wurde einst „Rotes Haus“ genannt, um die Quäkerwurzeln widerzuspiegeln. Nach der Übernahme durch den Earl of Romney Mitte des 17. Jahrhunderts wurde es in Romney Manor umbenannt. Im Jahr 1834 erklärte Lord Romney entgegen den Anweisungen des britischen Parlaments seine versklavten Afrikaner zu freien Männern und war damit der Erste, der dies auf St. Kitts tat.


Der heutige Besitzer legte 1970 den Grundstein für den wunderschönen botanischen Garten und produzierte gleichzeitig Batikbekleidung. Die Herstellung erfolgt mit Wachs, sodass auch künstlerische Elemente ausgearbeitet werden können. Erst 2005 stellt die Regierung auf St. Kitts die Zuckerproduktion ein, nach über 350 Jahren.

Und weiter ging es zum Brimstone Hill Fortress. Diese Festung liegt im Nordwesten der Insel St. Kitts und befindet sich auf einem 296 Meter hohen Vulkankegel, der über der Stadt Sandy Point Town thront. Sie ist eine der am besten erhaltenen historischen Festungen in der Karibik. Im Jahr 1999 hat die UNESCO sie zum Weltkulturerbe erklärt.

Der Bau wurde in den 1690er-Jahren begonnen und benötigte bis zur Vollendung annähernd 100 Jahre. Die Initiative zum Bau der Festung ging von französischer Seite aus. Der Ruhm, diese gewaltige Verteidigungsanlage errichtet zu haben, kommt jedoch den Engländern zu. An den steilen Hängen des Brimstone Hill errichtet, ist sie Ausdruck des Einfallreichtums britischer Ingenieure und der Kraft und Ausdauer afrikanischer Arbeitssklaven. Für die Festungsmauern wurde Vulkangestein verwendet, das in aufwendiger Arbeit gewonnen wurde. Bis ins Jahr 1851 wurde die Festung genutzt.


Yay Yay fuhr mit uns noch bis zum anderen Emde der Insel, um uns zu zeigen, dass St. Kitts auf einer Seite den Atlantischen Ozean mit ziemlich vielen Wellen hat und auf der gegenüberliegenden Seite die ruhige karibische See.


Zurück in Basseterre, bekamen wir noch einen einheimischen Tanz geboten.

