#Day 20: St. Vincent – A Green Paradise

Kingstown ist die Hauptstadt des Inselstaates St. Vincent und die Grenadinen im Parish Saint George an der Südküste der Insel St. Vincent. Mit 12.909 Einwohnern ist sie die größte Stadt des Landes.

Auch hier beginnt unser Ausflug erst gegen Mittag. Deshalb machen wir uns vormittags auf eigene Faust einen Eindruck von Kingstown.

Wir werden mit karibischen Klängen begrüßt und sehen als erstes ein Schild für den Verkauf von Cannabis (Herr Lauterbach lässt grüßen). Weiter geht es entlang von grünen Bepflanzungen in die City.

Das Durchschnittseinkommen liegt hier bei jährlich 8.650 Euro und liegt damit im mittleren bis höheren Bereich. Allerdings hat man beim Besuch der Stadt nicht den Eindruck, das sie wohlhabend ist. Vieles ist verdreckt und ungepflegt (gut, das ist in Köln teilweise auch so). Nur die Kleidung der Menschen zeugt von einem höheren Einkommen. Wir lernen erst später, dass die wohlhabenden Einwohner nicht unten Richtung Strand, sondern in den Bergen/Hängen wohnen.

Einige öffentliche Gebäude sind gepflegt und auch die Feuerwehr hat eine moderne Ausstattung. Schaut man Richtung Berge/Höhen sieht man viel sattes Grün, was den typischen karibischen Regenfällen zu verdanken ist.

Wir freuen uns auf unseren Ausflug, bei dem wir von der 22jährigen Aymee begrüßt werden.

Wir fahren zur Domkirche St. Georg, die fast zweihundert Jahre alt ist. Zur typischen Architektur aus dem 16. Jahrhundert gehören auch Buntglasfenster, auf die die Bewohner besonders stolz sind. Deshalb sind sie von außen mit speziellen Gittern vor Hurrikans geschützt. Der hängende Kronleuchter gibt dem Ganzen etwas Familiäres. Denn für die Menschen ist das hier ein besonderer Ort des Heiligtums und des Trostes.

Der nächste Stopp ist der acht Hektar große und 1765 eröffnete Botanische Garten. Er ist der älteste der Inseln über dem Winde. Diese Benennung entstammt der historischen Seefahrt und liegt darin begründet, dass über den tropischen Meeren die Passatwinde wehen, die vorzugsweise aus östlichen Richtungen kommen. Die windabgewandten, meist westlichen Hälften dieser Inselgruppen heißen entsprechend Inseln unter dem Winde.

Brotfruchtbaum

Hier findet man neben tropischen Pflanzen, Teak- und Mahagonibäumen auch einen Brotfruchtbaum aus dem Jahre 1765.

Unser Coach zeigt uns eine Pflanze, aus deren Blättern Tee gekocht wird, wenn man erkältet ist. Dieser Tee ist schleimlösend und sorgt für eine schnelle Besserung. Und wir sehen einen Kakaobaum, dessen Rinde nach Kakao riecht.

Blatt für Erkältungstee

Auch einen Kanonenkugelbaum sehen wir, dessen Blüten jeweils nur einen Tag blühen.

Kanonenkugelbaum

Die „Königsamazone“ sehen wir leider nur in einem Käfig. Er ist der Nationalvogel St. Vincent’s.

Seerosen

Weiter geht die Fahrt für ca. 1 Stunde durch das sehenswerte, fruchtbare Mesopotamia Tal ins Inselinnere. Die Straße windet sich die Berge hinauf und hinunter, bis wir ein sehr gepflegtes Anwesen am Paradise Beach erreichen. Die Inhaberin ist deutscher Abstammung und betreibt hier eine Ferienanlage. Wir erhalten den typischen Rumpunsch (der sehr gut gewürzt war) und genießen diese Aussichten hier sehr.

Zurück am Schiff werden wir von den Offizieren und der Kreuzfahrtdirektorin mit frischen Getränken begrüßt.

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