An der Küste von Estland liegt die Landeshauptstadt Tallinn. Der Name Tallinn wird erst seit 1918 offiziell geführt, da die Stadt zuvor den Namen Reval trug. Das Nachbarland Finnland ist nur circa 80 Kilometer von der finnischen Hauptstadt Helsinki entfernt. Die Stadt ist reich an Sehenswürdigkeiten und bietet gerade architektonisch eine gelungene Mischung aus historischen und modernen Bauwerken.
Die Geschichte der heutigen estländischen Hauptstadt beginnt im 12. Jahrhundert, damals jedoch noch unter dänischer Herrschaft. Über die Jahrhunderte wechselte die Herrschaft über Tallinn vom Deutschen Orden, hin zur Schutzmacht Schwedens bis zur russischen Herrschaft, welche zunächst 1918 endete. Bis 1940 war Estland eine eigenständige Republik, fiel jedoch danach für die nächsten 51 Jahre unter die Herrschaft der Sowjet Union. Seit 1991 ist Tallinn wieder die Hauptstadt einer freien Republik und doch kann man noch heute viele historische Orte in der Stadt finden, die ein fester Teil der bewegten Geschichte Tallinns und auch Estlands sind.
Auf dem Weg zum Schloss Katharinental im Kadriorg-Park gingen wir an einem wunderschönen Kindermuseum vorbei.


Der russische Zar Peter der Große hat Schloss Kadriorg (Katharinental) in Auftrag gegeben. Der Bau des neuen Palastes Katharinental begann am 25. Juli 1715. Peter und Katharina besuchten die unfertige Residenz bei einigen Gelegenheiten, aber nach dem Tod des Zaren im Jahre 1725 zeigte Katharina keinerlei Interesse mehr an dem Anwesen am Meer. Die große Halle mit Katharinas Initialen und dem üppigen Stuckdekor überdauerte, während viele andere Teile der Inneneinrichtung umgestaltet wurden.


Das Schloss ist heute ein Teil des Eesti Kunstimuuseum (Estnischen Kunstmuseum KUMU). Zur Ausstellung gehört die prächtige Einrichtung von Kadriorg im Petriebarock-Stil, eine Sammlung von Gemälden, Skulpturen und Werken von ausländischen Künstlern.


Ein wunderschön angelegter Garten ergänzt den Natur-Park

Wir fuhren zurück in die Altstadt und natürlich ist ein absolutes Must die Alexander-Newski-Kathedrale. Die bunte Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert ist eines der Wahrzeichen von Tallinn. Sie fällt mit ihren zwiebelförmigen Türmen, der rötlich-orangen Farbe und den goldenen Kreuzen im Vergleich zu den anderen Bauwerken in der Altstadt extrem auf. Und sie ist – wie alle orthodoxen Kirchen innen sehr, sehr prunkvoll (Fotografieren verboten).

Der Tallinner Dom ist eines der Wahrzeichen der Hauptstadt. Er ist der Jungfrau Maria geweiht und befindet sich auf dem Domberg in Tallinn. Mit dem Abschluss der Reformation in Estland 1561 wurde er zur lutherischen Domkirche. Er ist heute die Bischofskirche des Erzbischofs der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche. Sowohl Angela Merkel als auch König Charles von England haben die Kirche besucht.




Die schönsten Bilder aus Tallinn kommen vom Kohtuotsa oder Patkuli Aussichtspunkt.






Die Esten haben einen besonderen Bezug zur Natur. Sie umarmen ausgesprochen gern Bäume. Man könnte fast sagen, dass im nördlichsten baltischen Staat die meisten und leidenschaftlichsten Baumumarmer der Welt leben.

Tallinn ist eine wunderschöne Stadt – und wir werden mit Sicherheit noch einmal hierher kommen. Nach einem langen Tag freuten wir uns wieder an Bord der Queen Anne gehen zu können. Wir genehmigten uns einen Drink und sprachen noch lange von unseren Erlebnissen in Tallinn.

