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Darwin ist die Hauptstadt der Northern Territories in Australien. Welche Erwartungen haben wir?

Von der nach Charles Darwin benannten Stadt weiß man eigentlich nur, dass sie existiert und dass sie mit gerade mal 130.000 Einwohnern die größte Stadt der nördlichen Hälfte des australischen Kontinents ist. Und ja, hinter Darwin beginnt das Outback – die unbewohnten Landstriche Australiens. Der Vogel auf dem folgenden Bild ist ein Spur-Winged-Plover, ein Schädlingsfresser. Und er ist nur ein Beispiel für die Arten-Vielfalt, die man hier findet.



Der erste Eindruck: landschaftlich schön gelegen, der Hafen nur wenige hundert Meter vom Stadtzentrum entfernt. Alles sieht sehr neu und modern aus.
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Kein Wunder, Darwin wurde in seiner gerade einmal 170 Jahre währenden Geschichte zweimal fast vollständig zerstört. Einmal durch japanische Bombenangriffe wenige Wochen nach Pearl Harbour, ein zweites Mal durch den Wirbelsturm ‚Tracey‘ in den 1970er Jahren. Deshalb gibt es nur eine Handvoll älterer Gebäude, alles andere ist neu und sehr modern.

Seit dem Taifun gibt es hier überall Schutzvorrichtungen zum unterstellen.

Zweiter Eindruck: das Wetter ist außergewöhnlich! Es gibt nur zwei Jahreszeiten: von Mai bis Oktober ist es knochentrocken und heiß (bis zu 40 Grad Celsius und darüber), von November bis April feucht und heiß (80 Prozent Luftfeuchtigkeit und mehr, durchschnittlich ’nur noch‘ 30 Grad Celsius). Jetzt Anfang März ist es feucht und heiß, die Bekleidung sofort nass geschwitzt und man kann garnicht soviel Wasser nachschütten, wie man benötigt.
Den Australiern macht dass Wetter nichts aus – sie begrüßen uns fröhlich in der Touristeninformation direkt in der City. Die jungen Ranger haben kleine Krokodile auf dem Arm (die Mäuler sind mit Gummiband verschlossen) oder sie heißen uns mit großen Pythons willkommen. Beide Tiere darf man streicheln (oder eher anfassen).



Ach ja: bitte Vorsicht beim Spaziergang am Strand! Salzwasserkrokodile halten sich hier gerne auf. Am Tag unserer Ankunft war ein gut zwei Meter langes Exemplar im Hafen. Dazu gibt es reichlich Haie, Stachelrochen, giftige Quallen und ähnliches Getier. Ein kleiner Hai begrüßte uns.

Wir sind also vorsichtig und buchen erstmal die Tour mit dem Hopp-on-Hopp-off-Bus, der uns in 90 Minuten alles Sehenswerte zeigt. Viele Parks und Freizeiteinrichtungen, einige direkt am Wasser gelegene sehr attraktive Wohnsiedlungen mit eigens geschützten Badebuchten.
Es gibt einen weitläufigen Botanischen Garten, interessante Museen und Sportanlagen- die Stadt tut viel für ihre Bürger und die Touristen.

An zentraler Stelle das moderne Parlamentsgebäude für die Northern Territories, zehnmal so groß wie in Deutschland für die 250.000 Einwohner. Im Volksmund wird es die ‚Hochzeitstorte‘ genannt, weil es so ähnlich aussieht. Die Einwohner witzeln jedoch, es wäre auch innerhalb des Gebäudes wie ein Wedding-Cake: sie bezeichnen die Parlamentarier und Abgeordneten als Früchtchen, die in Alkohol eingelegt sind. (Die Australier trinken gerne und viel Gin).



Direkt davor befinden sich mit dem Gouverneur-House, dem alten Gerichtsgebäude und der alten Polizeistation die einzigen alten Gebäude der Stadt, alle liebevoll renoviert und erhalten.


Auch von einer katholischen Kirche ist nur der Eingang erhalten.

Die wichtigsten Erwerbszweige der Stadt sind neben dem Tourismus, mit steigender Tendenz Öl- und Gasförderung in den umliegenden Meeresbuchten, ein wenig Fischerei und die australische Armee (sie hat hier sowohl für die Army als auch für die Navy und Air Force große Standorte innerhalb der Stadt. Mehr als 10 Prozent der Bewohner sind Soldaten.
Und auch hier tragen die Kinder und Jugendlichen Schuluniformen.

In der Innenstadt freuen wir uns über jede Einkaufspassage und jedes Geschäft- denn alle haben Aircondition.
Statt Graffiti finden wir in Darwin an den Häuserwänden Malereien mit einheimischen Vögeln.



Und was für uns die Berliner Bären sind – in Darwin sind es die Kängurus als kunstvolles Wahrzeichen.
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Bemerkenswert ist das große Angebot an Kunst der Aborigines, die hier immer noch das Straßenbild prägen.
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Der passenderweise ‚Crocodile Dundee‘ genannte Helfer an der Shuttlebus Haltestelle mit dem typischen Outback-Hut der Australier hat am späten Nachmittag einen guten Tipp für uns. Er weiß, wo man ein gutes einheimisches Bier trinken kann (auch wenn die Brauerei nach Queensland verlagert wurde). Wir sitzen angenehm im Schatten, Ventilatoren sorgen für Kühlung. Zusätzlich kommt zerstäubtes Wasser aus winzigen Düsen – ein guter Treffpunkt für die Einwohner auf ein (oder zwei) Feierabend-Biere.

Eigentlich hatte man uns gesagt, dass es in der Regenzeit täglich um 4 Uhr nachmittags ein Gewitter gibt. Das verzögert sich jedoch heute. Erst als wir gegen 7 Uhr abends ablegen verdunkelt sich der Himmel, und die ersten Blitze sind zu sehen. Nach dem Abendessen gegen 9 Uhr bietet sich ein faszinierendes Bild: überall am Himmel blitzt es im Sekundentakt- man könnte bei diesem Blitzlichtgewitter problemlos lesen, so taghell ist es. Wenig Regen, kein Sturm, keine hohen Wellen – nur Blitze aus allen vier Himmelsrichtungen. Wir sitzen gebannt zwei Stunden auf unserem Balkon und verfolgen ehrfürchtig das Naturschauspiel. Bis nachts um ein Uhr dauert das Gewitter an – selbst die erfahrenen Offiziere sagen, dass sie das in dieser Intensität und Länge noch nicht erlebt haben.


Darwin und Nord-Australien verabschieden sich mit einer tollen Show! Weiter geht es nach Bali.
Das sind tolle Bilder von dem Naturschauspiel. Wir wünschen Euch weiter eine schöne Reise. Monika & Wolfgang
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Hallo an die Verfasser,
eine wunderschöne Erinnerung an unsere gemeinsame Weltreise. Wir haben eine Bitte an Sie, können Sie uns sagen wie wir uns mit Siegrid und Jürgen in Verbingung setzen können?
Danke für Ihre Mithilfe, AXEL Fitzke
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